Photographer’s Note
Travels on the Silk Road:
A little off the ancient Silk Road I found this small St. Risto "picture book" church in Mborja/Albania (see my other picture). It has external . wall paintings (and internal frescos). This one presents the martyrium of Saint Ignatius Theophoros of Antiochia, reportedly brought to Rome and killed by Lions in 107 AD. I don't know the date of the paintings, certainly they are much younger than some inside. Note the scratched out eyes. Since for reasons not given in he Khoran Man cannot be pictorially presented (ikonoklasm), Muslims in Ottoman times have sometimes either covered church paintings with chalk or at least scratched out the eyes.
The picure had to be worked in PS to remove many traces of tourist graffiti and neglect.
anel, Buin, doubay, silvia_zenova, arhangel trouve(nt) cette note utile
Critiques | Translate
Buin
(38008) 2007-02-16 12:57
Hallo Dietrich!
Unglaubliche Gemälde! Irgendwie naiv und doch voller Frömmigkeit und Können. Hier hast Du wirklich ein Kleinod entdeckt. Dein Kommentar erinnert mich an San Carlo ... - Du weißt schon. Das mit den ausgekratzten Augen möchte ich nur mit einem "schade!" kommentieren. Danke für's zeigen! Hier wäre ein Link zum vorigen Foto nicht schlecht. Das geht auch nachträglich!
Grüße aus Siegen - und ein schönes Wochenende!
Frank
anel
(158) 2007-02-17 9:36
Hallo Dieter,
Diese wunderschönen Wandmalereien, noch ganz im romanischen Stil gehalten, bewegen mich doch wieder mal auf TE zu schreiben.Schwierig sie zu datieren,möglicherweise doch noch 13. oder 14JH. Links der Hauptszene erkennt man noch das Evangelistensymbol des heiligen Lukas (geflügeleter Stier).
Gratuliere und herzliche Grüsse
Anne
doubay
(5043) 2007-02-19 3:02
Hallo Dietrich,
das ist wirklich eine sehr schönes orthodoxes Fresko. Die griechische Inschrift neben dem Heiligen Ignatius ist übrigens sehr gut lesbar. Sie lautet "O Agios Ignatios o Theophoros" und nicht "Ochio Inatio Theophoros", was bedeutet "Der Heilige Ignatius der Gottesträger".
Zu deinem Kommentar: Ich glaube nicht, dass die Beschädigungen alt sind, jedenfalls stammen sie wohl kaum aus osmanischer Zeit. Viel wahrscheinlicher ist es, dass es sich um Vandalismen aus sozialistischer Zeit handelt als das Regime den Albanern allgemeinen Atheismus verordnet hatte und religiöse Stätten vielfach dem Verfall übergeben wurden. Ein weiterer Grund könnte möglicherweise auch das angespannte Verhältnis zur griechischen Minderheit sein. Es könnte sich somit um einen "nationapatriotischen" Vandalismus handeln, ein Phänomen, das in den Ländern des Balkans und in der Türkei leider nicht selten anzutreffen ist und sich gegen vermeintlich feindliche religiös-nationale Gruppen richtet.
In diesem Zusammenhang muss ich auch Bezug nehmen auf deinen Dialog mit John Treeman: Ich finde, dass "griechischer Einfluss", wie du es nennst, klar untertrieben ist. Südalbaninen hat nach wie vor eine beträchtlichen griechischen Bevölkerungsanteil (wie groß, ist völlig unklar), so dass es sich hier somit wahrscheinlich schlicht um eine griechische Kirche handelt und nicht um eine albanische Kirche, in der Griechisch aus Mangel an einer eigenen Schriftsprache verwendet wurde.
Um mir hier nicht den Vorwurf der Einseitigkeit einzuhandeln, möchte ich darauf hinweisen, dass natürlich auch Norwestgriechenland eine gemischte Bevölkerung besessen hat mit einem sehr großen albanischen Bevölkerungsanteil. Und auch in anderen Landesteilen hat es christliche Albaner gegeben. Durch eine ausgesprochen erfolgreiche Assimilierungspolitik und in Folge einer ethnischen Säuberung im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg (betroffen waren einige zehntausen muslimische Albaner) hat Griecheland jedoch seine alteingesessene albanische Bevölkerung entweder in Griechen verwandelt oder vertrieben. Einige hunderttausend Albaner, die heute in Griechenland leben, sind nach 1990 eingewandert.
Und noch eines zum Schluss: Beim Ikonoklasmus handelt es sich um einen religiösen Streit zwischen byzantischen Griechen darüber, ob Ikonen theologisch zulässig sind oder nicht. An diesem, mit äußerster Heftigkeit ausgetragenen Streit wäre das Byzantinische Reich fast zugrunde gegangen. Islamische Einflüsse mögen dabei ein Rolle gespielt haben, mit dem Islam direkt hat der Ikonoklasmus jedoch nichts zu tun.
Herzliche Grüße
Andreas
silvia_zenova
(1318) 2007-02-19 13:09
Hello Dietrich,
I was glad to see this orthodox mural painting in TE site, and thank you for the presentation of the Balkan's peninsula culture and our orthodox christianity.
For the shot - good work, including the PS and the removing of the traces. Good exposition. I would crop the windows, but this is only the oppinion.
Regards :)
Silvia
Photo Information
-
Copyright: Dietrich Meyer (meyerd)
(1498) - Genre: Lieux
- Medium: Couleur
- Date Taken: 2006-08-08
- Categories: Châteaux
- Camera: Olympus SP500UZ
- Map: view
- Versions: version originale
- Thème(s): The Silkroad on Bicycle [view contributor(s)]
- Date Submitted: 2007-02-16 2:55
Discussions
- A doubay: Griechenland-Albanien (1)
by meyerd, last updated 02-19 15:29 - A silvia_zenova: Cropping the window (1)
by meyerd, last updated 02-19 14:59 - A Buin: Hurrah, Frank (1)
by meyerd, last updated 02-18 13:50 - A anel: Sehr beeindruckt (1)
by meyerd, last updated 02-17 15:35








